Vereinsgeschichte

Schützengruppenfotos

Die Geschichte der

St. Laurentius Schützenbruderschaft Puffendorf e.V.

 

 1861 - Gründungsdatum

1911 - Feier des 50-jährigen Bestehens

1961 - Feier des 100-jährigen Bestehens

1986 - Feier des 125-jährigen Bestehens

       

2011 - Feier des 150-jährigen Bestehens

Auszug aus einer alten Festschrift um 1950

Festschrift 100 Jähriges
Einladung der Dorfbevölkerung zum 100. Jährigen

"...Heute dient die Bruderschaft wieder ihrem historischen Ziel, Schützer zu sein von Glaube, Sitte und Heimat. Mit anderen Worten, sie will im persönlichen und öffentlichen Bereich eintreten für die Sache der Kirche, für Anstand und Sittlichkeit und für die Erhaltung aller überlieferten heimlichen Werte..."

   

Wenn auch ab und an schon einmal über das Schützenwesen im allgemeinen kritische Töne erklingen, so bleiben doch die oben genannten Worte das Sinnbild des Schützenwesens. Wie treffend wurde das schon von unseren Schützenvorfahren dokumentiert und wie gut ist es, das weitere Generationen dies fortgeführt haben. Jede Bruderschaft, ob jung oder alt, kann sicherlich mit Stolz behaupten, sich diesen Themen gewidmet zu haben und weiter zu leben. Es ist sicherlich nicht immer leicht sich an die Schützenideale zu erinnern; solange es aber noch Menschen gibt, die diese Herausforderung aktiv und auch inaktiv unterstützen sollte uns um den Fortbestand des Schützenwesens nicht Bange sein.

Auszug aus der Festschrift zum 125. jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft Puffendorf bis 1985

Festschrift 125 Jähriges

Die erste Nachricht der Existenz von Schützen in Puffendorf stammt aus dem Jahre 1533.

Bei einer Visitation in der damaligen Kapellengemeinde Puffendorf gibt der alte Schützenmeister Vercken einen Bericht über die kirchlichen Angelegenheiten in unserem Dorf. Als Inhaber des Hauses Burg Puffendorf war die Familie von Vercken sicher an dem Bestehen einer Schützengemeinschaft interessiert, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit verantwortlich war. Die Schützen sorgten beispielsweise durch eine schützende Begleitung für einen würdigen Verlauf von Prozessionen. Sie konnten allerdings nicht verhindern, daß eine Prozession aus unserer Gegend auf dem Wege nach Aldenhoven von Freibeutern überfallen wurde. Traditionsgemäß geben unsere Schützen heute noch ein ehrendes Geleit bei einer Fronleichnamsprozession.

Unsere heutige St. Laurentius Schützenbruderschaft wurde im Jahre 1861 unter dem Namen St. Laurentius Schützengesellschaft gegründet. Einer der Gründer, der Schütze Peters, erhielt 1911 aus Anlaß des 50jährigen Bestehens der Schützengesellschaft den goldenen Ehrenkranz. Einer der ersten Schützenkönige war Hermann Zillikens, der im Jahre 1897 die Königskette trug. Im gleichen Jahr erhielt die Schützengesellschaft Ihre 2. Fahne. Kirmesveranstaltungen wurden früher in einem kleinen Saal über der Gaststätte Schiffers abgehalten. Bei größeren Schützenfesten wurde mit Musik und Tanz auf offener Wiese gefeiert. Im Jubiläumsjahr 1911 war Josef Jansen Schützenkönig in Puffendorf.

Der Krieg 1870/71 und die beiden Weltkriege brachten für die Schützen große Rückschläge. Viele wurden als Soldat zum Kriegsdienst einberufen. Die Chronik erwähnt im Jahre 1920 eine Fahnenweihe. Es war eine Samtfahne mit dem Bild des hl. Laurentius. Nach einem finanziellen Rückschlag durch die Inflation konnte die Schützengesellschaft 1927 doch noch neue Uniformen anschaffen. Ein Jahr später erfolgte der Beitritt zum Deutschen Historischen Schützenverband. Seit dieser Zeit durfte man den Titel "Bruderschaft" führen.

Firmung 1934 in Puffendorf

von links nach rechts: Josef Schiffers, Wilhelm Giesen, Math. Tillmanns, Wilhelm Tillmanns, Peter Cohnen, Josef Zillikens, A. Spinnrath, Bischof Dr. Joseph Vogt, Josef Cohnen, Josef Weber, Konrad Roß, H. Schiffers, Herm. Weber, Fr. Schiffers, Werner Mertens.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die Aktivitäten der Schützen immer mehr eingeschränkt, bis sie durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ganz zum Erliegen kamen. Schützenausrüstung wie Uniform, Gewehre, Fahnen, Königssilber, und Chronik gingen verloren.

Sechs Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam es zur Neugründung der St. Laurentius Schützenbruderschaft. Am 14. Januar 1951 versammelten sich folgende neun ehemalige Schützenbrüder zur Neugründung der Bruderschaft:

 

Wilhelm Gießen, Wilhelm Zillikens, Wilhelm Jansen,

Franz Schiffer, Josef Schiffer, Heinrich Schiffer, Josef Cohnen, Johann Roß, Franz Schröder.

Königspaar 1951 Heinrich Terporten & Gattin Therese

Erster Vorsitzender bei der Neugründung wurde Wilhelm Gießen, Stellvertreter Wilhelm Zillikens (später Vorsitzender), Hauptmann Wilhelm Jansen, Schriftführer Franz Schiffer und Kassierer Josef Cohnen. Kurz nach der Neugründung wurde eine neue Fahne angeschafft. 1953 wurde Adolf Mertens mit Hildegard Hogen erster Schützenprinz der Bruderschaft. 

Neue Fahne nach der Neugründung 1951

v.l. Annemie Schmitz, Bert Baumanns, ?, Käthe Giesen.

Gute Kunde kam bald aus Geilenkirchen, wo das verschwundene Königssilber aus Puffendorf wieder vorhanden war. Der Goldschmied Theo Calles brachte das in Lindern gefundene Königssilber wieder auf Hochglanz.

 

Der Vogel des Königssilbers aus dem Jahre 1861

 

Es wurde zum ersten Mal wieder von dem Schützenkönig Josef Everhartz getragen. 1954 wurde in Puffendorf das Amtsverbandsfest ausgerichtet. Zu diesem großen Schützentreffen marschierten die hiesigen Schützen in neuen Uniformen.

1955 stiftete die Familie W. von Ameln die erste Schwenkfahne. 1956 legte die Schützenbruderschaft den Grundstock zum Kriegerehrenmal, das später an der Kirche  errichtet wurde.

 

Kriegerehrenmal aus dem Jahre 1956

(Bild von 2006)

1958 trat die Bruderschaft dem Dekanatsverband des Kreises Geilenkirchen bei. 1959 beteiligte die Bruderschaft sich bei der Primiz des Neupriesters Leo Mertens, der im Jahre 1984 als Pfarrer von Stahe starb. Er war Sohn unseres Lehrers Leonhard Mertens, der hier 50 Jahre lang unterrichtete und dafür das Bundesverdienstkreuz erhielt. Im Mai 1959 besuchten die hiesigen Schützen ein internationales Schützenfest in Brunssum (Holland).

Schützenbruderschaft im Jubiläumsjahr 1961

 

Zum 100jährigen Bestehen im Jahre 1961 wurde wieder ein Dekanatsverbandsfest in Puffendorf gefeiert. 1963 beschloß man die Anschaffung von schwarzen Hosen für alle aktiven Mitglieder. Im gleichen Jahr waren die St. Laurentius Schützen Ausrichter des Amtsverbandsfestes, auf dem zehn auswärtige Vereine teilnahmen. Das Fest endete abend mit einem großen Feuerwerk.

Am 15. November 1963 nahmen die Schützen an der Einweihung der neuen Schule teil. Das Schulgebäude ist heute Vereinsheim der hiesigen Vereine. 1964 konnte der Königs- und Prinzenvogelschuß auf dem neuen Schießstand an der früheren Kirchstraße gehalten werden. Im Jahre 1965 steht in der Chronik die Anschaffung einer neuen Bruderschaftsfahne verzeichnet. Diese wurde in Holland angefertigt. Im gleichen Jahr wählten die Schützen Willi Rungen zum neuen Vorsitzenden der Bruderschaft.

Königspaar 1961

Wilhelm Sauer & Gattin Elisabeth

 

Vor Willi Rungen waren seit der Neugründung folgende Schützen 1. Vorsitzende:

 

Wilhelm Gießen, Wilhelm Zillikens, Peter Wagels,

Franz Schiffer.

 

Zum Präses der Bruderschaft wählten die Schützen jeweils den Puffendorfer Pfarrer. Seit der Neugründung waren es die Pfarrer:

 

Zehnpfennig, Förster, Esser, Wevers, Dombret, Simon.

Prinzenpaar 1961

Willi Jansen & Anni Lerschen

Die Schützen waren immer bemüht um ein gutes Verhältnis zu anderen Ortsvereinen. So wurde 1966 ein Freundschafts-Fußballspiel ausgetragen von Schützen und Feuerwehr. Die Bruderschaft ist Mitglied in der Interessengemeinschaft der Vereine in der alten Gemeinde Puffendorf. 1969 beteiligten sich die Schützen an der "Aktion Sorgenkind" in einem Fußballturnier und mit dem Verkauf von Losen.

Im gleichen Jahr feierte die Schießmannschaft den Aufstieg in die 1. Schießgruppe. Willibert Jansen qualifizierte sich 1969 als Bezirksprinz. 1970 stellte man den Antrag auf Herrichtung des alten Bahngeländes als Kirmesplatz.

Von den Veranstaltungen des Jahres 1971 ist der Gala-Abend mit Künstlern von Funk und Fernsehen noch in guter Erinnerung geblieben. Ein Höhepunkt im Leben der Bruderschaft war die Teilnahme an den Veranstaltungen zum Bundeskönigsschießen in Koblenz am 23. September 1973. Peter Schröder war in diesem Jahr Bezirkskönig und nahm am Bundeskönigsschießen dort teil. Ein einmaliges Erlebnis war die Teilnahme am großen Festzug durch Koblenz.

1975 wurde die Anschaffung einer neuen Schwenkfahne beschlossen. Im m gleichen Jahr nahmen die Jungschützen an einem Ferienaufenthalt in Niederwasser/Schwarzwald teil. Die guten Beziehungen zur dortigen Bevölkerung bestehen heute noch. Beim Bundesfest in Aachen waren die St. Laurentius Schützen wieder vertreten. K.H. Henkenmeier nahm dort am Bundesprinzenschießen wegen seiner Erfolge im Bezirksverbandsschießen teil. 1976 beteiligten sich die Schützen wieder an der "Aktion Sorgenkind", die auch der hiesigen Tagestätte für Behinderte zugute kam. 1978 wurden neue Uniformröcke für alle aktiven Schützen angeschafft, die zur Kirmes erstmals gertragen wurden.

Ein unvergeßliches Erlebnis war die Berlinfahrt im Jahre 1979.

Am Fronleichnamstag 1980 qualifizierte sich Leo van Roy als Schützenkaiser der Bruderschaft mit seiner Frau Ursula. Er holte also in drei Jahren nacheinander den Königsvogel von der Stange. Das Schützenfest 1980 gehört zu den großartigsten Veranstaltungen unseres Dorfes.

Im Jahre 1981 wurde der Bruderschaft die Bezirksstandarte zugesprochen. Aus diesem Anlaß nahmen die Schützenbrüder am Bundeskönigsfest in Koblenz teil.

1982 wurde erstmals von den Schützen ein karnevalistischer Abend im Vereinsheim gestaltet. Im gleichen Jahr qualifizierte sich Herbert Jansen für das Bundesprinzenschießen in Vechta. Für 1983 ist in Annalen die Beteiligung der Schützen am Pfarrfest aufgezeichnet.

1984 feierte unsere Schießabteilung ihr 20jähriges Bestehen.

   

 Schießabteilung im Jubiläumsjahr 1984

 


 

Für das Jahr 1985 war eine Fahrt nach Prag herausragendes Ereignis im Vereinsleben.

Geschichte der Bruderschaft 

von 1986 bis 2011

                         

Auszug aus der Festschrift zum 150. jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft Puffendorf

Festschrift 150 Jähriges

"Ein tolles Fest!! Das hat Spaß gemacht! Weiter so! ich war vielleicht müde!!"

   

Nur ein paar mündliche Impressionen zu den Feierlichkeiten anlässlich des 125-jährigen Bestehens unserer Bruderschaft im Jahr 1986. Da wurde unter der Schirmherrschaft des damaligen Bürgermeisters Hans Plum richtig gut gefeiert. Ein echter Paukenschlag war die Verpflichtung der Trachtenkapelle Gantschier aus Vorarlberg in Österreich.

  

Mit dieser Kapelle wurde nicht nur im Festzelt sondern auch auf den Straßen und in den Höfen gefeiert - was angesichts der Unterkünfte für die Musiker im Ort recht einfach war. Zu (beinahe) jeder Tages- und Nachtzeit ertönte Blasmusik aus allen Himmelsrichtungen sowie mehr oder weniger gute Chorbegleitung (eher laut als gut). Alt und Jung haben die Nacht zum Tag und die Veranstaltungen in dem Jahr unvergesslich werden lassen. Ganz klar war demnach, dass im folgenden Jahr eine Fahrt der Schützen nach Gantschier durchgeführt wurde. Kontakte werden bis zum heutigen Tag gepflegt und mancher hat dort seine Liebe gefunden - hüben wie drüben.

 

Erstmals fand zudem die Kirmesveranstaltung am Schönstattzentrum statt, was sich zunächst als kontrovers aber später gute Entscheidung zeigte. Die Unterstützung vieler Menschen hat diesen schönen Erfolg Wirklichkeit werden lassen - dafür an dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank!

     

Auch unsere treuen Musikkapellen waren zum damaligen Fest bereits dabei. Dies sind das Trommlerchorps Waurichen sowie der Misikverein Stahe Niederbusch.

Trommlerchorps Waurichen
Musikverein Stahe Niederbusch

  Gerade diesen treuen Partnern, mit denen wir bis zum heutigen Tage eine freundschaftliche Zusammenarbeit pflegen und die uns noch nie im Stich gelassen haben, ein besonderes Dankeschön. Musik macht alle Menschen glücklich! Sogar Schützenbrüder!

Majestäten 1986
Vorstand 1986

Mitwirkende Kapellen & Chöre beim Bezirksfest 1986

Da in dem Jahr gleichzeitig die Bezirksstandarte von der Bruderschaft übernommen wurde, nahm man am Bundeskönigsfest in Gladbach-Rheydt teil.

 

1987 ernannte die Schützenbruderschaft nach langer Zeit einen General. Dem damaligen amtierenden Kaiser Leo von Roy, ebenfalls langjähriger Geschäftsführer des Vereins, wurde diese Ehre zu teil.

   

Die Kirmestage werden im Jahr 1988 erstmals um eine Discoveranstaltung am Freitagabend, welche von den Jungschützen organisiert und durchgeführt wird, bereichert. Diese Veranstaltung hat sich seither sehr positiv entwickelt und ist fester Bestandteil der Kirmes geworden.

  

1989 war ein Jahr der Veränderungen für unser Land. Nach Jahren der Teilung erfolgte die Rückgliederung der ehemaligen DDR. Dem voraus gingen bereits viele Ausreisen von Mitbürgern der DDR über diverse osteuropäische Staaten. Diese wurden zunächst in Auffangheimen oder auch bei Privatleuten untergebracht. Auch dieser Personen nahm sich die Schützenbruderschaft an. Neben aktiven Unterstützungen durch diverse Mitglieder, wurden die in Puffendorf untergebrachten bzw. aufgenommenen Personen besucht und beschenkt.

    

Aus privaten und gesundheitlichen Gründen konnte der langjährige Vorsitzende Willi Rungen im Jahr 1990 leider nicht wiedergewählt werden. Die bedeutete einen Einschnitt in unserem Verein. Das schwere Amt konnten wir aber schnell wieder besetzen. Der langjährige Schützenbruder Willi Bongartz bekleidet seitdem dieses geschäftsführende Amt. Im gleichen Jahr wurde die Schützenfahne umfassend renoviert.

    

Unsere Welt ist nicht nur friedlich. Im Jahr 1990/1991 entwickelte sich in nahen Osten eine sehr angespannte Situation die schließlich in einer kriegerischen Auseinandesetzung endete (Golfkrieg).

Angesichts dieser Situation wurde der karnevalistische Abend 1991 nicht durchgeführt. Im gleichen Jahr wurden für die Jungschützenabteilung Windjacken angeschafft die auch bei Wind und regen Schutz bieten. Gerne denkt mancher Schützenbruder an die Fahrt zur Partnergemeinde der Stadt Baesweiler in Montesson zurück.

    

Leider ergab sich im Jahr 1992 wieder eine Veränderung bei den Veranstaltungen an den Kirmestagen im August. Der Kirmesball am Sonntagabend findet wegen schlechter Resonanz nicht mehr statt. Andererseits wurde beschlossen, das die Schützenbruderschaft Stoff für den neuen Straßenschmuck (sog. Fähnchen) anschafft. Die Frauengemeinschaft hat sich dankenswerter Weise bereit erklärt, die Fähnchen zu nähen - was wären wir ohne unsere Frauen?

Detlef & Angela Zepp

Jetzt ist es endlich soweit! Wir haben einen Diözesankönig! Detlef Zepp errang diese Würde im Jahr 1992 im Rahmen des Bundeskönigsschießens. Jetzt steht wieder viel Arbeit an - es muss ein Diözesanschützenfest in Puffendorf ausgerichtet werden!

      

Diözesankönigspaar 1992 Detlef & Angela Zepp

       

Gesagt, getan! Das Diözesanschützenfest zu Ehren des Diözesankönigs wird 1993 durchgeführt.

  

Viel Arbeit steht an: landwirtschaftlich genutzte Halle aufräumen und schmücken, Vereine einladen, Musikkapellen besorgen, und, und, und. Alles ganz normal! Sogar der Bundeskönig hat an dem Fest teilgenommen. Hier noch mal der Hinweis für die Einwohner und die Vereine:

Danke für Eure Unterstützung!

  

Und wenn wir schon Diözesankönig sind dann fahren wir auch zum Bundesschützenfest. Obwohl diese in Garrell (Norddeutschland - ganz schön weit weg!) stattfindet, können wir einen ganzen Reisebus füllen. Viele Teilnehmer werden sich mit einem Schmunzeln an diese Fahrt erinnern. Was wurde Manchem dort zum Verhängnis:

Der Kümmerling!!!

Aber, wie sagt ein Schützenbruder so gerne: Es war wieder mal gut!

Im Jahr 1994 müssen wir uns doch mal um die St. Laurentiusfigur in der Kirche kümmern. Diese wird restauriert. Zudem feierte unser Präses Pfarrer Simon sein 50-jähriges Priesterjubiläum zu dem die Bruderschaft recht herzlich gratulierte. Gemeinnützig und offen für alle Menschen zeigte sich der Verein ebenfalls: Es wurde eine Open-Air-Disco zu Gunsten der Aktion Mensch (vorher: Aktion Sorgenkind) mit einem sehr schönem Erfolg veranstaltet. Es konnte ein Check über 3577 Mark übergeben werden.

          

Zeitungsausschnitt bei Übergabe de Checks an die damals Aktion Sorgenkind

 

Und wieder ein größeres Fest - die Bruderschaft feiert im Jahr 1996 ihr 135-jähriges Bestehen. Dazu begrüßten wir sehr gerne und mit Freude die Musiker aus Gantschier! War das eine Wiedersehensfreude - und gefeiert wurde wieder wie im Jahr 1986. Der langjährige frühere Vorsitzende Willi Rungen wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt - den hatten wir noch nie! Zudem standen zwei ganz besondere Beförderungen an. Paul Jansen (Aldenhovener Str.) wurde zum General befördert. Leo van Roy wird zum General-Feldmarschall ernannt - diesen Dienstgrad hatten wir auch noch nie - wieder ein Meilenstein in der Schützengeschichte.

    

Aufgrund von Sicherheitskriterien wird 1998 beschlossen, den Kleinkaliberstand in der Kirchstraße nicht weiter zu nutzen. Der Abriss wird beschlossen. In Puffendorf ist somit die Ära des Kleinkaliberschießens beendet. Zur Erinnerung: in den 70-er/80-er Jahren wurde dieser Stand ebenfalls für das Schießen mit dem Luftgewehr genutzt. Da hat so mancher Schütze unter widrigen Verhältnissen das "verantwortliche" Schießen als Sport gelernt.

       

Seit den 80-er Jahren haben wir nun unseren Schießstand im Keller der Vereinsheimes; incl. automatischer Zuganlagen für das Scheibenschießen und Computergestützter Auswertemaschine. Zudem haben wir für die Jugend unter 12 Jahre eine Laserschießanlage wo über Computer das Schießen auch für sie erlernt werden kann.

Man sieht: wir hängen nicht nur an alten Traditionen sondern entwickeln uns weiter. Da das Bundeschützenfest in diesem Jahr in Düren stattfindet, wurde beschlossen daran teilzunehmen.

    

Im Jahr 2000 wurde der neu gestaltete Kirchenvorplatz unter Teilnahme aller Vereine eingeweiht.

          

Und schon steht wieder ein Jubiläum an: Jahr 2001 = 140 Jahre Schützen.

Dies wird in einem etwas größeren Rahmen zu den normalen Kirmesfeiertagen gefeiert. Wieder waren die Gäste aus Gantschier bei uns, wobei man jedoch einen Generationswechsel erkennen konnte, sodass sich viele der Musiker nicht mehr an die vorangegangenen Feste und guten Freunde erinnern können - aber dem Feiern macht das keinen Abbruch. Auch eine neue Fahne wurde eingeweiht.

Vogelschuss 2002! In den Vorjahren hat Willibert Jansen bereits zweimal hintereinander die Königswürde errungen. Wird er es in diesem Jahr zum Kaiser schaffen? Ja, er holt den Vogel ein drittes Mal von der Stange und ist somit unser zweiter Kaiser in der Bruderschaft.

         

Kaiserpaar 2002 Willibert & Hildegard Jansen

Zu einem General-Feldmarschall gehört ein ordentlicher General. In Anbetracht seiner Verdienste für das Schützenwesen und vor allem für vorbildlichen Einsatz für die Bruderschaft wird Günter Zander im Jahr 2003 zum General befördert.

      

Heiße Diskussionen stehen an. Das Jahr 2004 soll eine einschlägige Veränderung bringen. Der Antrag steht im Raum, Frauen in den Verein aufzunehmen. Es entstehen intensive Diskussionen mit Argumenten für und gegen eine Änderung der Statuten. Letztlich bestimmt eine Abstimmung der Schützen: die Zeit ist noch nicht reif - an der Tradition wird festgehalten; Frauen dürfen dem Verein nicht beitreten. Aber: das Thema bleibt in den Folgejahren immer wieder aktuell. Nach dieser heißen Debatte ist den Mitgliedern zu warm geworden. Es wird beschlossen, einheitliche kurze Hemden anzuschaffen, die bei warmen Wetter anstelle des Schützenrocks getragen werden (erster Ausgang mit den Hemden im Jahr 2005).

      

Wir leben zwar mit Traditionen, aber sind auch offen für neue Entwicklungen. 2006 wird die Homepage (=Internetseite) der St. Laurentius Schützenbruderschaft Puffendorf erstellt.

    

Seitdem kann man sich dort regelmäßig über die Schützengeschichte aber auch Termine und Neuerungen informieren. Zudem sind dort alle Kaiser, Könige, Prinzen und Schülerprinzen in einer "Majestätengalerie" aufgelistet - größtenteils sogar mit Bildern. Man sieht: ein Besuch dieser Internetseite lohnt sich immer (www.schuetzen-puffendorf.de). An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank unseren Schützenmitgliedern Thomas und Wilfried Jansen, die die Internetseite konzipiert haben und immer wieder aktualisieren.

Eine besondere Auszeichnung erfährt unser Ehrenvorsitzender Willi Rungen im Jahr 2008. Ihm wird für besondere Verdienste das Bundesverdienstkreuz am Bande Deutschlands verliehen. Damit wird er für sein Engagement, auch über die Belange des Schützenwesens hinaus, geehrt - eine gute und gerechte Wahl.

Im Jahr 2009 erfolgte ein neuer Versuch, den Verein für Frauen zu öffnen. Grundsätzlich bestand dazu Bereitschaft. Für diese Änderung der Satzung ist jedoch eine 2/3 Mehrheit aller Mitglieder nötig. Dazu wird deshalb eine besondere Versammlung veranstaltet. allerdings wird auf dieser die Mehrheit nicht erzielt - es verbleibt beim Status quo. Ein arbeitskreis für das Bezirksschützenfest im Jahr 2011 wird eingerichtet.

Wie bereits gesagt, gehört zu unserer Bruderschaft neben der Traditionspflege auch der verantwortliche Schießsport. Im Jahr 2010 zeigt sich das auch ein kleiner Verein sportliche Talente fördern kann. Unser Mitglied der Jungschützen, Yannik Heidbüschel, hat sich beim Sichtungschießen des Bezirkskaders Aachen für den Landeskader qualifiziert. Und das in diesem jungen Alter. Wenn da mal nicht noch mehr drin ist! Sein Ziel ist jedenfalls die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in München!

Viel Glück!

Das Jahr 2011 ist geprägt von vielen Gesprächen, Versammlungen und jede Menge Arbeit. Die Vorbereitungen für das Jubiläumsfeierlichkeiten im August laufen auf Hochtouren.

      

Neben der obigen Chronologie gab es sicherlich noch vieles, was hätte erwähnt werden müssen; dazu zählen sicherlich die Arbeiten der Jugend- und Schießmannschaften. Man kann sicherlich in unserem Verein auch ein wenig stolz darauf sein, das während der zurückliegenden Jahre immer Mitglieder bereit waren, die Königswürde zu erringen - das ist vor allem in der neueren Zeit nicht selbstverständlich. Wir haben versucht, das Wesentlichste zu nennen. Sollte es jedoch trotzdem Ereignisse gegeben haben, die hätten erwähnt werden müssen, so sind wir für Hinweise sehr dankbar. Diese halten zwar keinen Einzug mehr in diese Festschrift, werden aber auf der Internetseite der Bruderschaft veröffentlicht.

Gesetzlicher Vorstand & Fahnengruppe zum Bezirksfest 2011

Zum Schluss dieser Festschrift zum 150. jährigen Bestehen wollen wir eins nicht vergessen: Vielen Dank!

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